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Mamma Forum Innviertel präsentierte aktuelle Entwicklungen in der Brustkrebstherapie

Zum 5. Mamma Forum Innviertel luden die Leiter der drei Brustgesundheitszentren Braunau, Ried und Schärding am 6. Mai in das Veranstaltungszentrum Braunau ein. Vier Expertinnen präsentierten dabei Fachvorträge zu aktuellen Themen der Brustgesundheit.

„Das Mamma Forum Innviertel, das abwechselnd in Ried, Braunau und Schärding stattfindet, hat sich als Plattform für aktuelle Entwicklungen in der Brustgesundheit bestens etabliert. Auch dieses Mal konnten wir wieder vier interessante und spannende Vorträge zu diesem Thema anbieten. Es freut mich sehr, dass wieder viele Interessierte dieses Angebot wahrgenommen haben“, betont Prim. Dr. Gottfried Hasenöhrl, Leiter des Brustgesundheitszentrums am Krankenhaus St. Josef Braunau, der gemeinsam mit seinen Kollegen OA Dr. Peter Wurm (Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern) und OA Dr. Peter Prötsch (Klinikum Schärding) zum Mamma Forum einlud. „Brustkrebs ist weithin die häufigste Tumorerkrankung von Frauen. Erfreulicherweise gibt es ständig Fortschritte in der Diagnostik und Therapie, durch die die Heilungsraten gesteigert werden können. Vier von fünf Frauen können heute dauerhaft geheilt werden“, so Primar Hasenöhrl.

Zusammenfassung der aktuellen Richtlinien für die chirurgische Therapie

„Chirurgie nach Neoadjuvanz – Herausforderung oder Chance?“ lautete das Thema des Vortrags von OÄ Dr. Sandra Mroczek, Fachärztin für Chirurgie am Klinikum Schärding. Eine Neoadjuvanz ist eine onkologische Behandlung, die vor einer geplanten Operation oder Bestrahlung erfolgt. Der zunehmende Einsatz neoadjuvanter Therapien führt zu Veränderungen im Bereich der chirurgischen Therapie. Der Vortrag lieferte Hilfestellungen für die tägliche Praxis und bot eine Zusammenfassung der aktuellen Richtlinien für die chirurgische Therapie des neoadjuvant vorbehandelten Mammakarzinoms.

Ein Fallbericht, der etwas über den Tellerrand hinausschaute

Ass. Dr. Franziska Weinberger, Ärztin in Ausbildung zur Fachärztin am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried, referierte zur „Migration eines Kirschner-Drahtes nach Humerusosteosynthese“. Es handelte sich hierbei um einen Fallbericht, der etwas über den Tellerrand hinausschaute. Eine Patientin stellte sich mit einem in die Mamma dislozierten Metallfremdkörper vor. Dieser konnte operativ entfernt werden. Im Fallbericht wurde die Anamnese sowie die OP-Methode besprochen.

Wechselwirkungen verschiedener Arzneimittel bei Mammakarzinomen

Franziska Schön, Leitende Apothekerin am Krankenhaus St. Josef Braunau, beleuchtete in ihrem Vortrag „Praxisrelevante Wechselwirkungen in der Onkologie – Fokus Mammakarzinom“ klinisch relevante Wechselwirkungen verschiedener Arzneimittel im Rahmen der Behandlung von Mammakarzinomen. Dabei ging es sowohl um die Tumortherapeutika selbst, als auch um Medikamente, die als Begleit- und Bedarfsmedikation, z.B. gegen Übelkeit oder bei Schmerzen, eingesetzt werden. Ziel war es, für diese sehr komplexe Thematik zu sensibilisieren, aber auch zu zeigen, wie wichtig eine interprofessionelle Zusammenarbeit für die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit der Patientinnen und Patienten ist.

Medikamentengruppe ADC’s in der Erstlinien-Therapie angekommen

Ass. Dr. Petronella Flachbartova von der Inneren Medizin 2 am Krankenhaus St. Josef Braunau informierte im Vortrag „Metastasiertes Triple-negatives Mammakarzinom – ADC’s in der Erstlinien-Therapie angekommen“ über das Triple-negative Mammakarzinom, die Untergruppe des Mamakarzinoms mit der dringendsten Notwendigkeit zur Verbesserung der Therapie, da hier die Prognose im fortgeschrittenen Stadium trotz aller Fortschritte noch immer sehr schlecht ist. Bei ADC´s handelt es sich um eine relativ neue Medikamentengruppe, bei der eine Chemotherapie mit einem Antikörper verbunden wird und somit die Therapie noch zielgerichteter zur Krebszelle gebracht werden kann. Bisher wurde diese bereits in den hinteren Therapielinien eingesetzt. nun gibt es Studien, die eine Verbesserung der Prognose zeigen, wenn diese Medikamente bereits in der ersten Therapielinie eingesetzt werden.

Am Bild von links: Franziska Schön (Leitende Apothekerin, Krankenhaus Braunau), OA Dr. Peter Wurm (Leiter Brustgesundheitszentrum Ried), Ass. Dr. Petronella Flachbartova (Innere Medizin 2, Krankenhaus Braunau), Prim. Dr. Gottfried Hasenöhrl (Leiter Brustgesundheitszentrum Braunau), OÄ Dr. Sandra Mroczek (Fachärztin für Chirurgie, Klinikum Schärding), OÄ Dr. Lyudmyla Zaunmayr (Leiterin Brustambulanz, Krankenhaus Braunau), OA Dr. Peter Prötsch (Leiter Brustgesundheitszentrum Schärding) und Ass. Dr. Franziska Weinberger (Ärztin in Ausb. z. Fachärztin, Krankenhaus Ried).

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