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Großes Interesse an Info-Veranstaltung zur roboterassistierten Knieprothese

Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher informierten sich im Krankenhaus St. Josef Braunau bei einer Veranstaltung zum Thema „roboterassistierte Knieprothese“, zu der die Abteilung für Orthopädie und Traumatologie anlässlich der 1.000sten roboterassistierten Implantation eines Kniegelenks einlud.

„Wir haben zu drei verschiedenen Uhrzeiten das gleiche, eineinhalbstündige Programm für je 35 Personen angeboten. Durch diese kleine Gruppengröße konnten wir sicherstellen, dass alle auch die Gelegenheit bekommen, ihre Fragen zu stellen. Es freut uns sehr, dass das Interesse so groß war und wir bei den Terminen ausgebucht waren“, betont Primar Dr. Jürgen Barth, Leiter der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie.

Primar Dr. Jürgen Barth beantwortet die häufigsten Fragen der Anwesenden:

  1. Wie ist die Wartezeit für die Implantation eines Kniegelenks am Krankenhaus Braunau?

Ab dem Zeitpunkt, ab dem man sich für einen Operateur entschieden hat, beträgt die Wartezeit rund acht Wochen.“

  1. Wie viel trägt der Roboter zur Operation bei?

Der Roboter hilft, die richtigen Schnittebenen zu finden. Das Schneiden und Arbeiten obliegt weiterhin dem Operateur.

  1. Wann sollte man sich für eine Knieprothese entscheiden?

Das Kniegelenk signalisiert sehr genau, wann der richtige Zeitpunkt für die OP ist. Wenn die Beeinträchtigung im Alltag dann so groß wird, dass man sich bei seinen sozialen Kontakten oder Aktivitäten einschränken muss, d.h. dass man zum Beispiel nicht mehr zu einem Ausflug mitfährt, weil das Knie so schmerzt.

  1. Wenn die Knieschmerzen stark sind – wohin wendet man sich zuerst?

Zuerst immer zum Hausarzt / zur Hausärztin gehen. Dieser / diese kann ein Röntgen veranlassen und damit eine Diagnose stellen, ob eine Knieprothese sinnvoll ist.

  1. Wer operiert im Krankenhaus Braunau Knieprothesen mit dem Roboter?

Fast alle unsere Fachärztinnen und Fachärzte führen diese Operationen durch und auch erfahrene Assistenzärztinnen und Assistenzärzte. Mit der Robotik steht die Erfahrung des Operierenden nicht mehr so im Vordergrund. Jeder, der diese Operation bei uns durchführt, ist dafür ausgebildet und für diese OP-Methode zertifiziert.

Wie lange dauert die Regeneration nach der Operation?

Zwischen drei bis sechs Monate – je nach Tätigkeit und Belastung im Alltag.

  1. Ist eine Reha sinnvoll?

Ja, wir empfehlen eine Reha, weil man sich in dieser Zeit dann voll und ganz auf die Gesundung des Knies konzentrieren kann und durch Alltagsbelastungen nicht beeinträchtigt wird.

  1. Sind Komplikationen möglich?

Wie bei jeder Operation, sind auch bei der roboterassistierten Knieprothese Komplikationen möglich. Wir informieren unsere Patientinnen und Patienten mit einem Aufklärungsbogen vor der Operation umfassend dazu.

Robotik bei Knieprothesen wurde 2023 eingeführt – 2025 rund 430 Knieprothesen

Die Veranstaltung wurde anlässlich der 1.000sten roboterassistierten Implantation eines Kniegelenks am Krankenhaus Braunau durchgeführt. 2023 wurde diese Methode in Braunau eingeführt, allein im Jahr 2025 wurden 430 Knieprothesen operiert. „Die roboterassistierte Implantation hat unsere Erwartungen erfüllt. Es ist eine ausgezeichnete Methode, die es uns ermöglicht, Knieprothesen viel individueller zu platzieren. Die Patientinnen und Patienten sind zufriedener, es gibt geringere Weichteilschäden, geringere postoperative Schmerzen, die Frühfunktion wird verbessert. Es besteht zudem ein geringerer Bedarf an Analgetika“, so Primar Dr. Jürgen Barth.

Hier finden Sie uns

Ringstraße 60, 5280 Braunau am Inn
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