Die besondere Expertise im Bereich der Kardiologie am Krankenhaus St. Josef Braunau wurde jetzt erneut bestätigt. Die Innere Medizin 1 unter der Leitung von Univ. Prof. Prim. Dr. Johann Auer wurde zum Verordnungszentrum für spezifische Therapien bei zwei Herzerkrankungen ernannt. Die Braunauer Kardiologie ist in Österreich aktuell eines der führenden Zentren auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz-Forschung.
„Es freut uns sehr, dass wir diese Therapien jetzt bei uns im Krankenhaus St. Josef durchführen können. Das ist eine sehr große Aufwertung unserer Kardiologie“, betont Univ. Prof. Prim. Dr. Johann Auer. „Es gab bei diesen beiden Herzkrankheiten in den vergangenen Jahren bahnbrechende Weiterentwicklungen. Die Therapien dazu sind sehr teuer und bedürfen immer einer präzisen Diagnose. Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Patientinnen und Patienten bei uns in Braunau als einzigem Zentrum im Innviertel mit diesen innovativen Therapien regional und optimal behandeln zu können“, zeigt sich OÄ Dr. Carina Primus, die diesen Spezialbereich auf der kardiologischen Abteilung im Krankenhaus Braunau leitet, zufrieden. „Wir waren auch bei den wissenschaftlichen Studien zu diesen Therapien maßgeblich beteiligt.“
Einlagerung von Eiweißstoffen & Störung der Herzstruktur
Die Kardiologie in Braunau ist jetzt Verordnungszentrum für die spezifische Therapie bei kardialer ATTR Amyloidose und bei hypertroph obstruktiver Kardiomyopathie. Bei kardialer ATTR Amyloidose werden bestimmte Eiweißstoffe ins Herz eingelagert. Der Herzmuskel wird dicker und versteift, die Pumpleistung des Herzens nimmt ab. Um eine Störung der Herzmuskelfunktion mit Umbau der Herzstruktur und Verdickung der Herzwände handelt es sich bei der hypertroph obstruktiven Kardiomyopathie. Durch die Herzwandverdickung kann eine Einengung im Herzen auftreten, wodurch die Blutströmung behindert wird und die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der betroffenen Patientinnen und Patienten abnimmt.

