Aus den Spenden der Caritas-Aktion „Umgekehrter Adventkalender“ übergaben die 20 teilnehmenden Pfarrgemeinden aus den Pfarren „An der Salzach“ und „Braunau“ 1.000 Euro an die Sozialkasse der Klinik für Psychische Gesundheit des Krankenhauses St. Josef Braunau. Mit dem Geld aus der Sozialkasse wird Patientinnen und Patienten der Klinik bei finanziellen Engpässen schnell und unbürokratisch geholfen.
„Diese Form der Unterstützung trägt wesentlich dazu bei, das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Würde der Patientinnen und Patienten zu fördern. Sie hilft, Ausgrenzung und soziale Isolation während des stationären Aufenthalts zu vermeiden und wirkt sich damit positiv auf den therapeutischen Prozess aus“, betont Prim. Dr. Doris Kogler, Leiterin der Klinik für Psychische Gesundheit. Maximilian Weitenhillinger, B.A., der in der Klinik für Psychische Gesundheit für Sozialarbeit zuständig ist, ergänzt: „Da die Sozialkasse ausschließlich aus Spenden gespeist wird, sind wir auf kontinuierliche Unterstützung angewiesen. Diese Spende leistet einen direkten Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten in einer besonders vulnerablen Lebensphase.“
„Ist uns ein Anliegen, diese wertvolle Arbeit mit Spenden zu unterstützen“
„Die teilnehmenden Pfarrgemeinden möchten mit dem ‚Umgekehrten Adventkalender‘ die soziale Landschaft und ihre Handlungsfähigkeit im Bezirk Braunau unterstützen. Dazu gehört auch das Team Soziale Arbeit im Krankenhaus, das Menschen in Bedrängnis und unter psychischer Belastung oder Krankheit begleitet. Diese Abteilung bekommt vielleicht nicht sehr oft Spenden – deshalb ist es uns ein Anliegen, diese wertvolle Arbeit mit Spenden zu unterstützen“, sagt Andrea Rossmaier, BA, Regionalkoordinatorin Braunau der Caritas Oberösterreich. „Nächstenliebe und christliche Werte im Alltag für Menschen spürbar zu machen – dafür stehen die Mitglieder der zahlreichen Seelsorgeteams der Pfarrcaritas. Und dies möchten auch die Spenderinnen und Spender beim ‚Umgekehrten Adventkalender‘ zum Ausdruck bringen. Es war eine Freude, im Namen der teilnehmenden Pfarrgemeinden einen Teil der Spenden vom ‚Umgekehrten Adventkalender‘ überbringen zu können.“
Oft keine oder nur sehr eingeschränkte finanzielle Mittel
An der Klinik für Psychische Gesundheit des Krankenhauses St. Josef Braunau werden regelmäßig Patientinnen und Patienten aufgenommen, die sich in akuten psychischen Krisen befinden. Gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen gehören zu einer stigmatisierten Randgruppe und sind besonders exponiert, an der oder unter der Armutsgrenze zu leben. Viele von ihnen verfügen während des Aufenthalts über keine oder nur sehr eingeschränkte finanzielle Mittel. Besonders betrifft dies Personen, die im Rahmen einer Unterbringung aufgenommen werden oder deren finanzielle Angelegenheiten erst durch eine Erwachsenenvertretung oder Angehörige geregelt werden können.
Sozialkasse wird ausschließlich durch Spenden finanziert
Um in solchen Situationen schnelle und unbürokratische Unterstützung leisten zu können, wurde eine Sozialkasse eingerichtet. Diese wird ausschließlich durch Spenden finanziert und dient dazu, den Patientinnen und Patienten während ihres stationären Aufenthalts ein Mindestmaß an sozialer Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen.
Aus der Sozialkasse werden unter anderem folgende Unterstützungen gewährt:
- • kleine Geldbeträge für den Kauf von Fahrkarten (z.B. für Ausgang, Heimfahrten, Behördentermine)
- • kurzfristige finanzielle Hilfe (z.B. für die Ausstellung behördlicher Dokumente, etc.), wenn Patientinnen und Patienten vorübergehend kein Geld zur Verfügung haben
- • Unterstützung bei sozialer Teilhabe, etwa beim Kauf von z.B. Hygieneartikel im Buffet oder von Materialien für Freizeitaktivitäten
- • Vorschüsse, bis finanzielle Mittel von der Erwachsenenvertretung, Angehörigen oder Sozialleistungsträgern eintreffen

