110 Kinder besuchten am 10. Oktober mit ihren Kuscheltieren die Teddybärenklinik in der Kinderambulanz am Krankenhaus St. Josef Braunau. Mit viel Einfühlungsvermögen, Kreativität und einer großen Portion Spaß wurde den kleinen Besucherinnen und Besuchern spielerisch die Angst vor Arztbesuchen genommen.
Ob Hunde, Katzen, Hasen, Krokodile, Löwen, Elefanten oder Drachen – am 10. Oktober herrschte in der Kinderambulanz reges Treiben. Insgesamt 110 Kinder brachten ihre geliebten Kuscheltiere zur Teddybärenklinik, um sie medizinisch versorgen zu lassen. Dabei bewiesen die kleinen „Tiereltern“ viel Fantasie: Von Kopf- und Bauchschmerzen über Fieber, Halsweh und Husten bis hin zu Knochenbrüchen war alles vertreten.
„In vier Behandlungsräumen kümmerten sich die Mitarbeiterinnen der Teddybärenklinik liebevoll um die tierischen Patientinnen und Patienten. Die Kinder schlüpften dabei in die Rolle der Eltern und begleiteten ihre Kuscheltiere durch den gesamten Ablauf eines Ambulanzbesuchs – von der Anmeldung bis zur Untersuchung. So konnten sie hautnah erleben, was bei einem Arztbesuch passiert, ohne selbst Patientin oder Patient sein zu müssen“, betont Primaria Margot Scheel-Deja, Leiterin der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Krankenhaus St. Josef Braunau. „Hinter der Teddybärenklinik stand das gesamte Team der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde. Besonders die jungen Assistenzärztinnen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege sowie das Sekretariat haben den Tag mit viel Engagement, Kreativität und Freude vorbereitet. Ich möchte mich für diesen Einsatz auch auf diesem Wege sehr herzlich bedanken. Das größte Dankeschön für uns alle war das große Interesse, auf das die Teddybärenklinik bei Kindern und Eltern gestoßen ist.“
Spielerisch Medizin erleben
Bei den Untersuchungen wurde gemessen, gewogen und genau hingeschaut. Die Kinder lernten, wie Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung erfasst, Temperatur und Gewicht bestimmt sowie Wunden versorgt werden. Auch Knochenbrüche wurden fachgerecht einbandagiert, Medikamente verabreicht, Impfungen durchgeführt und Inhalationen vorgenommen. Dabei stand immer eines im Mittelpunkt: den Kindern auf spielerische Weise medizinische Abläufe näherzubringen und ihnen mögliche Ängste vor Untersuchungen und Behandlungen zu nehmen.
Ein besonderes Highlight war das eigens von Assistenzärztin Dr. Majbrit Eder gebaute Röntgengerät. Damit konnten die Kuscheltiere tatsächlich „geröntgt“ werden, und jedes Kind durfte anschließend ein eigenes Röntgenbild seines Lieblingskuscheltiers mit nach Hause nehmen. Auch Ultraschalluntersuchungen, die von Primaria Margot Scheel-Deja durchgeführt wurden, sorgten für große Begeisterung und spannende Einblicke in die Welt der Medizin.
Ein Rezept für gute Laune
Nach der erfolgreichen Behandlung durfte natürlich auch die Entlassung nicht fehlen. Jedes Kuscheltier erhielt ein Rezept für einen „Gute-Laune-Saft“ oder „Gute-Laune-Tabletten“, das die Kinder an der eigens eingerichteten Apothekenstation einlösen konnten. Dort warteten Himbeersaft, der passend in Spritzen abgefüllt wurde, und Packungen mit Gummibärchen als süße Medizin für kleine und große Sorgen. Auch die Kinder selbst wurden für ihren engagierten Einsatz als fürsorgliche Kuscheltiereltern belohnt: Als Erinnerung an ihren Besuch und als Anerkennung für ihre Tapferkeit erhielten sie eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der Teddybärenklinik. Für das leibliche Wohl der kleinen Besucherinnen und Besucher war ebenfalls gesorgt. Am Teddybärenbuffet standen Obst, Gemüsesticks und Säfte bereit. Während möglicher Wartezeiten konnten die Kinder in Malbüchern kreativ werden und sich die Zeit bis zur Behandlung ihrer Kuscheltiere verkürzen.
Ein voller Erfolg für Groß und Klein
Die Teddybärenklinik zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Kindern medizinische Untersuchungen und Behandlungen auf verständliche und kindgerechte Weise näherzubringen. Durch das aktive Mitmachen, das spielerische Lernen und die liebevolle Betreuung konnten die Kinder viele neue Erfahrungen sammeln und den Krankenhausalltag auf positive Weise kennenlernen.
Die Begeisterung war sowohl bei den Kindern als auch bei ihren Eltern groß. Die gelungene Veranstaltung war das Ergebnis des engagierten Einsatzes des Organisationsteams mit Primaria Margot Scheel-Deja, Assistenzärztin Dr. Majbrit Eder, Assistenzärztin Dr. Marie Fischinger, Bereichsleitung Kerstin Zue und Bereichsleitung Lisa Gimpel.
Die Teddybärenklinik war damit nicht nur ein aufregender Tag für 110 kleine Kuscheltierpatientinnen und -patienten, sondern auch ein wertvoller Beitrag dazu, Vertrauen in die Medizin zu schaffen und Ängste abzubauen. Denn manchmal braucht es nur einen Teddybären, ein wenig Fantasie und viel Herzlichkeit, um aus einem Arztbesuch ein positives Erlebnis zu machen.









