Das Notfallmanagement im Kreißsaal durch strukturierte und interdisziplinäre Trainings nachhaltig zu verbessern – das ist das Ziel des sogenannten PROMPT-Trainings. Zu PROMPT-Trainerinnen ließ sich jetzt in Hannover ein vierköpfiges Team – zwei Ärztinnen und zwei Hebammen – der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus St. Josef Braunau ausbilden. Das Team kann damit selbst PROMPT-Trainings im Braunauer Spital durchführen, die Qualität und Sicherheit der Geburten in Braunau wird somit weiter erhöht.
„Unsere Geburtshilfe in Braunau genießt über unsere Region hinaus einen sehr guten Ruf. Dies ist nur dann möglich, wenn man ständig bemüht ist, den werdenden Müttern in jeder Hinsicht bestmögliche Bedingungen für die Geburt zu bieten. Dieses PROMPT-Training ist ein weiterer Baustein, um diese hohe Qualität zu gewährleisten“, betont Primar Dr. Gottfried Hasenöhrl, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus St. Josef Braunau. „Ich möchte mich sehr herzlich bei den Teilnehmerinnen bedanken, dass sie sich bereit erklärt haben, diesen wichtigen Kurs in Hannover zu besuchen und damit jetzt selbst als Trainerinnen bei uns im Haus tätig sein können.“
Realitätsnahe Simulationen geburtshilflicher Notfallsituationen
Aus Braunau nahmen OÄ Dr. Tanja John, Ass. Dr. Gisselle Umana sowie die beiden Hebammen Andrea Blum und Astrid Pötzelsberger am PROMPT-Kurs in Hannover teil. Im Mittelpunkt des PROMPT-Kurses („Practical Obstetric Multi-Professional Training“) unter der Leitung von Professor Constantin von Kaisenberg standen realitätsnahe Simulationen geburtshilflicher Notfallsituationen sowie praktische Übungen zu typischen Herausforderungen wie Schulterdystokie oder Vakuumextraktion.
Klare Kommunikation, definierte Rollen und ein strukturiertes Vorgehen
„Besonders eindrücklich war für uns erneut, wie entscheidend klare Kommunikation, definierte Rollen und ein strukturiertes Vorgehen in Notfallsituationen sind. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Anästhesie und der Pädiatrie wurde als zentraler Bestandteil eines funktionierenden Notfallmanagements wieder deutlich“, erklärt OÄ Dr. Tanja John. „Ein zusätzlicher Gewinn war für uns die Möglichkeit, die Abläufe eines anderen Kreißsaals kennenzulernen. Der Blick von außen brachte wertvolle Impulse und zeigte zugleich, dass wir in unserem eigenen Setting bereits auf einem sehr hohen Niveau arbeiten.“
Weitere Grundlage für regelmäßige Notfall-Trainings in Braunau
Die Teilnahme des Braunauer Team bildet auch eine wichtige Grundlage, um künftig regelmäßige Notfall-Trainings ergänzend zu den bereits bestehenden SIM-Trainings im Krankenhaus Braunau zu etablieren und die Patientensicherheit sowie die Teamarbeit im Notfall weiter zu stärken.


